Schnell lesen

Schnell lesen – was heißt das?

schnell lesenSchnell lesen wollen viele. Aber was genau ist “schnell”? Das durchschnittliche Lesetempo im deutschsprachigen Raum (quer durch die Bevölkerung) liegt bei ca. 200 Wörtern pro Minute (WpM); in unserem Business-Lesetraining werden zu Kursbeginn 264 WpM erreicht. Hier sitzen ja meist Leute, die bereits schnell lesen, im Vergleich zur Gesamtbevölkerung – einfach weil sie viel lesen und damit automatisch relativ schnell lesen.

Wenn Sie sich aber die über 500 WpM ansehen, die am Ende des Trainings erreicht werden, dann sehen Sie, dass “schnell lesen” relativ ist. Nicht selten erreichen einzelne Teilnehmer 800 oder 1.000 WpM – und verstehen die Texte sogar besser als zuvor.

Und wie schnell lesen Sie? Testen Sie sich hier mit unserem Lesetest.

Woody Allen übers schnell Lesen

Sie kennen sicher den berühmten Witz von Woody Allen: “Ich habe an einem schnell lesen-Kurs teilgenommen und in einer Stunde “Krieg und Frieden” gelesen [über 1000 Seiten]. Es geht um Russland.” Mit dieser Pointe sollen Sinn und Nutzen von Lesetrainings in Zweifel gezogen werden.

“Schnell lesen” allein ist natürlich kein gültiger Maßstab, denn letztlich kommt es Ihnen ja aufs Textverständnis an. Was nützen einem 3.000 Wörter pro Minute (wie sie von manchen “schnell lesen”-Anbietern versprochen werden), wenn dabei am Ende nur ein miserables Textverständnis herauskommt?

Schnell lesen – aber richtig!

Es kommt darauf an, dass auf die richtige Weise “schnell gelesen” wird:

  • indem wir mehrere Wörter auf einmal erfassen und uns nicht an jedem einzelnen Wort aufhalten
  • indem wir uns nach vorn orientieren anstatt ständig zurückzuspringen und
  • indem wir nur die sinntragenden Wörter innerlich mithören, anstatt uns den kompletten Text von unserem “kleinen Mann im Ohr” vorsprechen zu lassen

So lesen wir nicht nur schnell, sondern auch gut! Die Ausrichtung auf mehrere Wörter zugleich unterstützt das sinnentnehmende Lesen, weil der Sinn eben meist in Wortgruppen und nicht in Einzelwörtern steckt. Wenn wir “nach vorne gerichtet” lesen, heißt das automatisch, dass wir uns an der Logik des Textes orientieren. Und die Begrenzung der inneren Stimme auf wichtige Wörter bedeutet zugleich eine Akzentuierung des Textes, die Hervorhebung des Wesentlichen – so, als ob wir den Text beim Lesen sparsam und bewusst unterstreichen.

Und noch etwas: Sind beim Lesen schon mal Ihre Gedanken abgedriftet, und Sie waren plötzlich bei etwas ganz anderem, als was im Text steht…? Das kennt wohl ziemlich jeder. Wenn Ihnen das noch einmal passiert, dann machen Sie doch bitte Folgendes: einfach schnell lesen, deutlich schneller als vorher. Vermutlich werden Sie eine erstaunliche Entdeckung machen: Ihr Gehirn kann sich plötzlich viel besser auf den Text einlassen, weil es viel weniger in Versuchung gerät, sich von anderen Dingen ablenken zu lassen. Sie lasten mit diesem schnell Lesen Ihre mentalen Kapazitäten besser aus, und damit fokussieren Sie sich automatisch besser auf den Text.

Dann sollten Sie aber auch eines nicht vergessen: Wer schnell lesen kann, kann auch langsam lesen – um den Text mal richtig zu genießen. Dasselbe gilt umgekehrt jedoch nicht…

Bild: von will ockenden – Flickr CC 2.0

Improved Reading ist…

  • enge Verzahnung von Praxis und Theorie
  • umfassende Optimierung des Leseprozesses
  • Spaß beim Lernen und sofortiger Erfolg

Wissenschaftlich fundiert

Wir vermitteln nur Techniken, die von der Leseforschung belegt sind und von jedem umgesetzt werden können.

3 Minuten Zeichentrickfilm

Lernen Sie mehr über die drei wichtigsten Lesefehler. Und wie Sie effiziente Leseroutinen trainieren!

Bleibt der Lesegenuss?

Werde ich nach dem Kurs noch meine Romane genießen können?
…oder vielleicht sogar erst recht?