Speed Reading lernen – ein Wunschtraum für Viele

Speed Reading lernen ist für immer mehr Menschen ein wichtiges Weiterbildungsziel. Zahlreiche Trainings wollen entsprechende Techniken vermitteln, und im Dickicht der Seminaranbieter wird es für den Laien immer schwieriger, die Spreu vom Weizen zu trennen. Was erwarten die Menschen, wenn sie Speed Reading lernen wollen? Vermutlich einen besseren, entspannteren, souveräneren Umgang mit der Informationsflut: Sich schneller durch dicke Bücherstapel, Akten oder volle E-Mail-Ordner “fressen”…wer wünschte sich das nicht?

Achtung: falsche Versprechungen!

Nun sind aber der menschlichen Informationsverarbeitung natürliche Grenzen gesetzt, die von manchen Angeboten, Speed Reading zu lernen, geflissentlich ignoriert werden. Wenn etwa versprochen wird, dass jeder lernen könne, seine Lesegeschwindigkeit um das Zehnfache zu steigern oder ganze Buchseiten auf einmal zu lesen, ist das schlicht und einfach Nonsens. Zumindest dann, wenn es mit dem Versprechen verknüpft wird, dass mit dieser Art Speed Reading lernen auch ein sehr gutes Verständnis einherginge. Und dass es obendrein unter normalen Schreibtischbedingungen angewendet werden könnte.

Das menschliche Auge ist anatomisch in der Lage, innerhalb von drei bis vier Zentimetern visuelle Informationen klar und scharf zu erfassen. Gleichzeitig muss es einen kurzen Moment – eine ¼ Sekunde – anhalten, wenn es eine visuelle Information klar und deutlich auf der Netzhaut abbilden und anschließend ans Gehirn “liefern” will. Sie können selbst nachrechnen, dass eine vom Speed Reading lernen womöglich versprochene 10-fache Steigerung des Lesetempos rein rechnerisch gar nicht möglich ist, jedenfalls nicht mit vollständiger Texterfassung. Lesegeschwindigkeiten ab 1.200 Wörtern pro Minute können nur noch durch Auslassen, Raten, Kombinieren oder einer gewitzten Kontext-Erahnung erreicht werden, was deutlich auf Kosten des Textverständnisses gehen dürfte. Den meisten Menschen fällt es außerdem schwer, sich auf dieses sehr schnelle Lesen einzulassen, weil es einfach zu stark von der gewohnten Art zu lesen abweicht.

Lieber Improved Reading statt Speed Reading lernen

So kann Speed Reading lernen schnell zu Misserfolgen und Enttäuschungen führen – und damit zu dem Eindruck: “Lesetechniken bringen nichts”. Das ist schade, denn eine Verdopplung bis Verdreifachung der Lesegeschwindigkeit kann relativ leicht erzielt werden – und zwar mit Techniken, die gleichzeitig das Verständnis verbessern. Wir nennen diesen Ansatz “Improved Reading”, also verbessertes Lesen. Das ist etwas völlig anderes als einfach nur Speed Reading zu lernen, also den Fokus primär auf die Geschwindigkeit zu legen.

Ein kleines Beispiel: Wenn Sie nicht mehr Wort für Wort lesen, sondern – innerhalb Ihres drei-bis-vier-Zentimeter-Fokus – zwei Wörter gleichzeitig, dann verdoppeln Sie allein durch diesen “Trick” Ihre Lesegeschwindigkeit. Weil sich aber die Bedeutung beim Lesen nur selten aus einzelnen Wörtern ergibt, viel eher jedoch aus Wortgruppen, steigt damit zugleich auch das Textverständnis.

Speed Reading lernen ist also “zu viel” und “zu wenig” zugleich: zu hohe Tempoerwartungen einerseits (oft verbunden mit einem zu hohen Druck auf sich selbst); zu geringe Beachtung der nötigen Voraussetzungen für gutes Textverständnis andererseits.

Mehr über die Unterschiede vom guten und schlechten Speed Reading lernen finden Sie hier.

3 Minuten Zeichentrickfilm

Kennen Sie schon die drei Hauptlesefehler? Vielleicht lesen Sie danach schon mit etwas anderen Augen…

Warum Effizienz entlastet

Scheinbar paradox, aber wahr: Schneller lesen heißt weniger Stress. Rüsten Sie Ihre Mitarbeiter für die Info-Flut.

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Kaum eine Weiterbildung bringt die Teilnehmer so schnell so weit.
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